Velvet-X – Wie alles begann

Die Geschichte hinter Velvet-X – und wer wir sind:

Drei Frauen, ein Schlüsselmoment – und die Erkenntnis, dass „Normal” manchmal die größte Lüge ist

Es war einer dieser Abende. Du kennst das sicher: Du sitzt mit deinen Freundinnen zusammen, die Weinflasche ist fast leer, und plötzlich fällt diese eine Bemerkung, die alles verändert. Die Luft wird dichter. Die Stimmen leiser. Und dann – ganz langsam, fast vorsichtig – beginnt jemand über etwas zu sprechen, das man „eigentlich nicht sagt”.

Bei uns war es ein Freitagabend in einer Düsseldorfer Bar. Carolin (28), Jessica (30) und ich, Stephanie (38). Ich hatte Caroline und Jessica – die sich von der Uni kannten – irgendwann im Nachtleben kennengelernt. Eine dieser zufälligen Begegnungen, die sich anfühlen, als wären sie schon immer geplant gewesen.

An diesem Abend saßen wir zu dritt da, aber ich spürte, dass jede von uns ziemlich alleine war mit dem, was sie nicht laut aussprach. Die Luft war dick von ungesagten Dingen.


Der Moment, der alles veränderte

Die Weinflasche war fast leer, und die Stimmung hatte sich verändert. Diese besondere Energie, wenn Gespräche tiefer werden.

Carolin spielte nervös mit ihrem Glas. Jessica schaute auf ihre Hände. Ich merkte, wie auch ich unruhig wurde. Wir alle hatten etwas auf dem Herzen.

Dann stellte Carolin ihr Glas ab. Atmete tief durch. Und sagte es einfach: „Ich habe mir vor zwei Wochen Louboutin So Kate 120 gekauft. Bei Breuninger. Ich habe dafür gespart. Heimlich. Jeden Monat ein bisschen was zur Seite gelegt, ohne dass es jemand mitbekommt.”

Sie zögerte kurz, spielte mit ihrem Glas. „Klar, ich ziehe beim Ausgehen auch mal Schuhe mit Absatz an. Aber diese… diese sind anders. 12 Zentimeter. Schwarzer Lack. Rote Sohle. Und manchmal – manchmal ziehe ich sie einfach zu Hause an, obwohl ich nirgendwo damit hingehe. Nur für mich. Ich stehe dann vor dem Spiegel und… es fühlt sich sexy an.” Sie sah uns an, fast ängstlich. „Ist das komisch?”

Stille.

Aber keine peinliche Stille. Sondern diese geladene Stille, in der jede von uns dasselbe dachte: Fuck. Ich will auch Louboutins.

Ich räusperte mich, um die Spannung zu brechen. „Und das erzählst du erst jetzt, dass du sie hast?!”

Carolin lachte nervös. „Ja, ich… ich dachte, ihr haltet mich für verrückt.”

„Verrückt? Ich bin neidisch!” platzte es aus mir heraus.

Jessica nickte heftig. „Ich auch! Verdammt, Carolin. Louboutins.”

Und plötzlich löste sich etwas. Dieses Eingeständnis – dass wir nicht verurteilten, sondern neidisch waren – machte alles leichter. Das Eis war gebrochen.

Jessica atmete tief aus und lachte – dieses nervöse, erleichterte Lachen. „Okay, wenn wir schon dabei sind…” Sie nahm einen Schluck Wein, stellte das Glas ab. Sah zwischen mir und Carolin hin und her. Dann kam es auch bei ihr raus:

„Ich… ich ziehe ab und zu halterlose Nylons an. Nur für mich. Zuhause. Nicht, weil ich irgendwohin gehe oder jemand kommt. Einfach nur so.”

Ihre Stimme wurde leiser, fast verlegen. „Ich finde meine Beine darin wunderschön. Das klingt jetzt total bescheuert, oder? Aber wenn ich das Nylon anziehe und mich dann im Spiegel sehe… ich weiß nicht, ich fühle mich einfach… anders. Weiblich. Erotisch.”

Dann sah sie zu Carolin und ein kleines, verschwörerisches Lächeln huschte über ihr Gesicht. „Deine Louboutins würden dazu sicher richtig scharf aussehen…”

Carolin grinste. Dann sagte sie mit gespielt unschuldigem Ton: „Und ich dachte, du trägst beim Ausgehen immer diese ätzenden Strumpfhosen…”

„Bitch!” Jessica warf ihr eine Serviette an den Kopf, aber sie lachte dabei.

Und genau das – dieses Necken, dieses spielerische Sticheln – machte es erträglich. Wir behandelten unsere Geständnisse nicht wie heilige Bekenntnisse, sondern wie das, was sie waren: Normale, menschliche Dinge, über die man auch lachen konnte. Die Witze nahmen die Schwere raus. Sie zeigten: Wir sind Freundinnen. Wir können ehrlich sein UND uns gegenseitig aufziehen. Und genau das löste die letzten Hemmungen.

„Würden sie,” sagte Carolin leise, jetzt wieder ernst. Und dann lachten wir. Alle drei. Dieses befreiende, ungläubige Lachen.

Ich merkte, wie auch bei mir etwas aufbrach. „Wisst ihr, ich habe eine ganze Schublade voll mit Dingen, die ich nie trage. Strümpfe mit Preisschildern dran. Kleider auf Bügeln, die seit Jahren darauf warten, getragen zu werden. Ich kaufe sie mit dem Versprechen: ‘Irgendwann. Bei der nächsten Gelegenheit.'” Ich machte eine Pause. „Aber die Gelegenheit? Die habe ich nie zugelassen.”

Carolin sah mich überrascht an. „Du auch?”

„Ich auch. Wir alle, scheinbar.”

Jessica lehnte sich vor. „Aber warum? Warum machen wir das?”

Das war die Frage. Die eigentliche Frage.


Die brave Phase

Wir drei – normal aussehende Frauen in Jeans und Sneakern, die durch ihr Leben liefen, als hätten sie alles im Griff. Jobs, Wohnungen, Freunde. Das Standardprogramm. Sicher. Unauffällig. Gesellschaftlich akzeptiert. Klar, für gewisse Düsseldorfer Clubs bretzeln wir uns schon mal auf – man macht das eben. Spitze, Lack, hohe Schuhe. Aber nur am Samstagabend. Nur in diesem einen sicheren Rahmen, wo es „erlaubt” ist, auszusehen wie jemand, der Spaß haben will. Am Sonntagmorgen landeten wir dann wieder in unseren Uniformen. Versteckt. Brav. Angepasst.

Doch in dieser Bar, in diesem Moment, fiel die Maske.

Weißt du, was das Schlimmste war? Dass wir uns sogar voreinander geschämt haben. Carolin , Jessica und ich – drei erwachsene Frauen, die sich eigentlich nahestanden – hatten Hemmungen, über diese Dinge zu reden. Über Mode, die uns wirklich interessierte. Über Fantasien, die wir hatten. Über das Gefühl, das wir bekamen, wenn wir uns „zu viel” zurecht machten. Als wäre es schmutzig. Als wäre es falsch. Als müssten wir uns dafür rechtfertigen, dass wir uns schön fühlen wollten.


Die Erkenntnis

In diesem Moment sahen wir uns an. Carolin mit ihren heimlichen Louboutins. Jessica mit ihren Nylons. Ich mit meiner Schublade voller Träume.

„Warum tun wir das eigentlich?” fragte Jessica . „Warum tun wir so, als wäre es ein Verbrechen, sich feminin zu kleiden?”

Carolin dachte nach. „Weil uns immer gesagt wurde, dass Frauen, die sich so anziehen, entweder oberflächlich sind oder sich für Männer schön machen.” Sie machte eine Pause. „Aber was, wenn ich es für mich will?”

„Genau,” sagte ich. „Das ist doch der Punkt. Diese ganze Scham – die haben wir uns nicht selbst ausgedacht. Die wurde uns beigebracht.”

Das war der Moment. Der Schlüsselmoment.

Wir sahen uns an – drei Frauen, die plötzlich begriffen, dass sie nicht kaputt waren. Dass sie nicht alleine waren. Und dass die Scham, die sie fühlten, nicht ihre eigene war.

Carolin hob ihr Glas. „Wisst ihr was? Ich habe keinen Bock mehr darauf.”

„Ich auch nicht,” sagte Jessica.

„Ich erst recht nicht,” ergänzte ich.

An diesem Abend beschlossen wir gemeinsam:

  • Schluss. Schluss mit der Anpassung.
  • Schluss damit, uns klein zu machen.
  • Schluss damit, unsere Weiblichkeit wie ein schmutziges Geheimnis zu behandeln.

Jessica hatte noch eine Bedingung: „Wir werden aber keine von diesen Mädels mit Fake-Markenklamotten, die mehr Schein als Sein sind – und sich einen reichen Typen angeln wollen und ständig perfekte Instagram-Bilder posten…”

Wir wussten genau, was und wen sie meinte: Düsseldorf – und sicher auch andere Großstädte – sind teilweise voll von denen.

Carolin nickte heftig. „Genau das will ich nicht sein. Ich will echt sein.”

„Authentisch,” fügte ich hinzu. „Wir verstellen uns nicht, um irgendwo dazuzugehören. Wir erlauben uns endlich, wir selbst zu sein.”


Die Selbstentdeckung

Nach diesem Abend war etwas anders. Wir schrieben uns am nächsten Tag in unserer Gruppe. Carolin schickte ein Foto – sie trug die Louboutins. Einfach so. Beim Kaffee zu Hause. Jessica antwortete mit einem Bild ihrer Beine in halterlosen Strümpfen. Und ich? Ich zog endlich dieses eine Kleid an, das meine Oberweite mehr zeigte als verhüllte und das seit drei Jahren mit Preisschild am Bügel hing.

Die Reaktionen erfolgten prompt. Jessica schrieb: „Geile Titten!” Gefolgt von drei Lachsmileys. Carolin setzte noch einen drauf mit Feuer-Emojis. Wir feierten uns gegenseitig. Ohne Scham. Ohne Neid. Einfach echt.

Wir begannen, uns zu entdecken. Menschlich. Modemäßig. Sexuell. Ohne Scham. Ohne Rechtfertigung. Wir trafen uns öfter, redeten über Dinge, über die „normale Frauen” nicht reden. Über High Heels als Statement. Über Dessous für uns selbst. Über Fantasien und Vorlieben, die nichts mit der gesellschaftlichen Definition von „anständig” zu tun haben.

Wir machten Mädelsabende zu Hause, mit eigenen Modeschauen. Carolin brachte ihre Louboutins mit und ließ uns reinschlüpfen – natürlich nur auf dem Teppich – auch wenn wir nach fünf Minuten aufgeben mussten, weil wir die Höhe (noch) nicht gewohnt waren. Jessica hatte einen ganzen Koffer voll mit verschiedenen Nylonstrümpfen und sexy Bodys dabei, von denen die meisten noch in der Verpackung waren. Und ich? Ich holte endlich all die Sachen aus dem Schrank, die dort verstaubt waren. Wir probierten sie gegenseitig an, gaben uns ehrliches Feedback, lachten über Fehlkäufe und feierten die Treffer. Es war wie Teenager-Zeit – nur ohne die Unsicherheit.

Wir probierten aus. Tauschten Erfahrungen. Machten Fehler. Lachten darüber. Wir wurden freier. Leichter. Selbstbewusster. trugen die Sachen auch beimAusgehen und im Alltag.

Doch dann passierte etwas Unerwartetes: Andere Frauen merkten die Veränderung an uns. Bei einem Mädelsabend, bei der Arbeit, beim Ausgehen. Sie kamen auf uns zu. Machten uns Komplimente. „Du siehst so gut aus!” oder „Ich liebe dein Outfit!” Aber dann kam meistens der Satz, der alles verriet: „Ich würde mich das nicht trauen…”

So viele Frauen da draußen fühlten genauso. Sie hatten die gleichen Gedanken, die gleichen Wünsche, die gleichen Hemmungen. Aber kaum eine traute sich, es laut auszusprechen. Weil die Welt ihnen beigebracht hatte: Darüber spricht man nicht.

Es war wieder ein später Abend in einer Bar, als Jessica sagte: „Wir sollten etwas machen. Einen Ort schaffen, wo Frauen nicht mehr alleine sein müssen mit diesen Gedanken.”

Carolin nickte sofort. „Ja. Eine Plattform.”

Ich sah die beiden an und wusste: Das war keine spontane Idee. Das war eine Notwendigkeit.

Und so entstand Velvet-X.


Warum es Velvet-X gibt

Velvet-X ist unsere Vision.

Der Name kam von Carolin, glaube ich. Oder war es Jessica? Egal. Wir wussten alle sofort, was es bedeuten sollte. Das „X” – das Unbekannte, das Verbotene, das, worüber man nicht spricht. Aber auch das Echte. Das, was hinter der Fassade liegt. Velvet-X sollte ein Ort sein, an dem Frauen nicht mehr alleine sein müssen.

Weil du – ja, genau du – nicht alleine bist. Da draußen sind Tausende von Frauen, die genau wie du diese Pumps im Schrank haben, die sie nie tragen. Die nachts in ihrem Bett liegen und sich fragen, ob sie „komisch” sind, weil sie bestimmte Dinge denken oder fühlen. Die sich schämen für Fantasien, die absolut normal sind.

Wir alle drei haben Jahre damit verbracht, uns anzupassen. Auf Erlaubnis zu warten. Und wir wollen nicht, dass andere Frauen denselben Umweg machen.

Hier ist die Wahrheit, die niemand dir sagt:

Du bist nicht komisch. Du bist nicht falsch. Du bist nicht zu viel.

Du darfst neugierig sein. Du darfst deine Weiblichkeit zelebrieren. Du darfst Mode lieben – nicht, weil sie dich für andere hübsch macht, sondern weil sie dich für dich selbst mächtig fühlen lässt. Du darfst Fragen stellen. Du darfst ausprobieren. Du darfst dich sexy finden. Und du darfst vor allem eins: Du selbst sein.


Was Velvet-X ist

Velvet-X ist nicht einfach nur eine Webseite. Es ist der Raum, den wir damals in dieser Bar geschaffen haben – nur größer. Ein geschützter Ort, an dem du all die Dinge entdecken kannst, die du vielleicht schon immer erkunden wolltest, dich aber nie getraut hast.

Hier musst du keine Angst haben, verurteilt zu werden. Hier gibt es keine blöden Sprüche. Keine erhobenen Zeigefinger. Keine Belehrungen darüber, wie eine „richtige Frau” zu sein hat.

Was du hier findest, ist Ehrlichkeit

Wir drei – Carolin , Jessica und ich – schreiben über das, was wir wirklich denken. Objektiv, aber eben auch aus echten Erfahrungen inspiriert. Aus unseren eigenen Ups and Downs, aus Momenten, in denen wir selbst dachten: „Verdammt, das hätte mir vorher jemand sagen sollen.”

Jede von uns bringt ihre eigene Perspektive ein. Unsere unterschiedlichen Erfahrungen. Unsere verschiedenen Wege. Aber alle mit demselben Ziel: Ehrlichkeit statt Bullshit.

  • Keine gekauften Empfehlungen
  • Kein Marketing-Blabla
  • Keine gesponserten Posts

Nur ehrliche Gedanken von drei Frauen, die genau da waren, wo du jetzt vielleicht stehst. Die wissen, wie es sich anfühlt, sich zu schämen für etwas, das eigentlich wunderschön ist.


Wer wir wirklich sind

Und ja, wir kleiden uns gerne feminin. Wir lieben es, Frau zu sein – mit allem, was dazugehört. Nicht nur, weil in Düsseldorf die Kö um die Ecke liegt. Zwinkern. Sondern weil es sich gut anfühlt. Weil feminine Mode, High Heels, Spitze, Seide – all das keine Schwäche ist. Es ist kein Zeichen von Oberflächlichkeit. Es ist Stärke. Es ist Selbstbewusstsein. Es ist eine Art, die Welt zu sagen:

„Ich bin hier. Ich bin sichtbar. Und ich habe absolut keine Lust mehr, mich zu verstecken.”


Deine Einladung

Also, meine Liebe: Willkommen bei uns. Hol dir einen Kaffee (oder Wein, wir urteilen nicht), mach es dir gemütlich, und komm mit auf die Reise. Ohne Hemmungen. Ohne Angst. Ohne Anpassung.

Du bist nicht nur „irgendeine Frau”. Du bist etwas Besonderes. Du hast Wünsche, Fantasien, Vorlieben, die komplett normal sind – aber die dir vielleicht niemand zugestanden hat. Bis jetzt.

Velvet-X ist die Plattform, die wir uns alle gewünscht hätten. Der Raum, den wir gebraucht hätten, als wir dachten, wir wären die Einzigen. Carolin, Jessica und ich wollen Frauen wie dir diesen Ort geben. Einen Ort, an dem du zur Velvet-X-Woman werden kannst.

Nicht, weil du dich verändern musst. Sondern weil du endlich die Version von dir leben darfst, die schon immer da war – nur versteckt unter Schichten von „Das macht man nicht” und „Was sollen die Leute denken”.

Wir drei sind keine Vorbilder. Wir sind keine Expertinnen. Wir sind einfach drei Frauen, die beschlossen haben: Fuck it. Das Leben ist zu kurz, um auf Erlaubnis zu warten.


Die entscheidende Frage

Bist du bereit? Bereit, dir selbst im Spiegel in die Augen zu sehen und zu sagen: „Ja. Genau so will ich sein.”

Wir waren es. Wir haben den Sprung gewagt.

Und wenn du bereit bist, dann bist du hier richtig.

Willkommen bei Velvet-X.

Stephanie, Carolin & Jessica