Squirting entmystifiziert

Squirting entmystifiziert: Dein Guide zum absoluten Loslassen

Hand aufs Herz: Wir haben alle schon mal diese Szenen gesehen oder davon gehört und uns gefragt: „Ist das echt?“, „Kann mein Körper das auch?“ oder vielleicht sogar heimlich: „Habe ich mir gerade in die Hose gemacht?“
Ich sage dir ganz offen: Das Thema Squirting (oder weibliche Ejakulation) ist für viele von uns ein riesiges Mysterium, behaftet mit Scham und falschen Vorstellungen. Dabei ist es eigentlich eines der schönsten Zeichen dafür, dass wir uns komplett fallen lassen.
Heute räumen wir mit den Tabus auf. Ich erkläre dir, was da unten wirklich passiert, warum es kein Urin ist und wie du lernst – mit Händen oder Toys –, den Kopf auszuschalten und den „Flow“ zuzulassen.


Teil 1: Was passiert da eigentlich? (Keine Panik, es ist kein Pipi!)

Fangen wir mit dem Elefanten im Raum an: Die Angst, ins Bett zu pinkeln. Das ist die absolute Nummer-1-Blockade im Kopf. Aber hier sind die Fakten, damit du dich entspannen kannst:
Die Anatomie dahinter Verantwortlich sind die sogenannten Skene-Drüsen (unsere „weibliche Prostata“). Die sitzen im Gewebe direkt um deine Harnröhre herum. Wenn wir erregt sind und stimuliert werden (meist am G-Punkt), schwellen diese Drüsen an und füllen sich.
Es gibt dabei zwei Arten von Flüssigkeit:

  1. Die Ejakulation: Eher milchig, dickflüssiger, nur ein paar Tropfen bis Milliliter.
  2. Das Squirting: Das, was wir meist meinen – viel Flüssigkeit (ja, manchmal eine halbe Tasse!), sehr wässrig, klar und spritzend.

Der Urin-Check Lass uns den Unterschied klar machen, damit dein Kopf Ruhe gibt:

  • Urin: Gelb, riecht nach Ammoniak, Abfallprodukt.
  • Squirt: Klar wie Wasser, geruchlos oder leicht süßlich/moschusartig.

Wichtig zu wissen: Ja, die Flüssigkeit kommt aus der Harnröhre und kann chemische Spuren von Harnstoffen enthalten, aber es ist stark verdünnt und hygienisch absolut unbedenklich. Es ist kein Pinkeln.


Teil 2: Der Gamechanger – Die Technik des Loslassens

Bevor wir zur Praxis kommen, müssen wir über deine Muskeln sprechen. Wir sind so konditioniert, alles zusammenzukneifen, wenn wir Druck auf der Blase spüren. Beim Squirting musst du genau das Gegenteil tun.
Wir nennen das Reverse Kegel.
Statt „Anhalten“ heißt die Devise „Rausschieben“.

  • Die Übung: Atme tief in deinen Unterbauch. Versuche aktiv, deinen Damm (den Bereich zwischen Vagina und Anus) sanft nach unten zu entspannen/zu schieben. Stell dir vor, deine Yoni ist eine Rosenblüte, die sich nach außen öffnet.

Der Pro-Tipp: Kiefer locker lassen! Wusstest du, dass dein Kiefer und dein Beckenboden verbunden sind? Wenn du die Zähne zusammenbeißt, ist auch unten alles fest.

  • Tu dies: Mund leicht öffnen, Kiefer hängen lassen, tiefes „Haaah“ ausatmen. Wenn der Mund offen ist, kann sich auch der Beckenboden öffnen.

Teil 3: Deine Step-by-Step Anleitung (Manuell & mit Toy)

Bist du bereit, es auszuprobieren? Hier ist dein Fahrplan für Solosex oder mit Partner.

1. Das Setup (Safety First)

Sorge dafür, dass du dich sicher fühlst.

  • Geh vorher auf die Toilette und entleere die Blase komplett (so weißt du sicher: was später kommt, ist kein Urin).
  • Leg ein wasserdichtes Laken oder dicke Handtücher unter. Nichts killt die Stimmung mehr als die Sorge um die Matratze.
  • Trink vorher genug Wasser – Hydration ist key!

2. Das Aufwärmen

Starte so, wie es dir am besten gefällt. Meistens ist das klitorale Stimulation. Du brauchst eine starke Durchblutung im Genitalbereich, damit die Skene-Drüsen überhaupt „anspringen“ und anschwellen können. Nimm dir Zeit.

3. Die Stimulation: Finger oder Magic Wand?

Der Schlüssel liegt fast immer in der Stimulation der Zone der „weiblichen Prostata“. Hier hast du zwei Wege:
Weg A: Die manuelle G-Punkt-Technik

  • Führe einen oder zwei Finger ein (ca. 3–5 cm).
  • Taste an der vorderen Wand (Richtung Bauchnabel). Dort fühlt es sich oft etwas rauer oder geriffelter an.
  • Mache eine „Komm her“-Bewegung. Übe festen, rhythmischen Druck gegen diese Wand aus.

Weg B: Der Turbo mit dem Magic Wand

  • Kann ein Magic Wand ein Squirt auslösen? Oh ja, und wie!
    Ein Wand vibriert nicht nur, er hat extrem tiefe, basslastige Vibrationen („Rumms“ statt Summen). Auch wenn du ihn nur außen auf die Klitoris hältst, gehen diese starken Wellen durch das gesamte Gewebe bis tief zu den Skene-Drüsen.
    Lies auch hier -> Was ist der Magic Wand?

🔥 Der absolute Geheimtipp: Die Sandwich-Technik Die Wahrscheinlichkeit zu Squirten explodiert förmlich, wenn du beides kombinierst:

  1. Innen: Finger oder G-Punkt-Toy stimulieren die Vorderwand.
  2. Außen: Der Magic Wand liegt auf der Klitoris. Du wirst quasi „in die Zange genommen“. Die Vibration hilft extrem dabei, den Kopf auszuschalten, weil das Gefühl so überwältigend ist, dass du gar nicht mehr nachdenken kannst.

4. Der “Point of No Return” – Das Müssen-Gefühl

Egal welche Technik du nutzt: Du wirst an einen Punkt kommen, an dem du plötzlich denkst: „Scheiße, ich muss super dringend aufs Klo!“
Stopp! Nicht aufhören! Das ist der entscheidende Moment. Das ist meistens kein Harndrang, sondern der Druck der prall gefüllten Skene-Drüsen gegen die Harnröhre.

5. Drücken und Fließen lassen

Jetzt kommt dein Reverse Kegel zum Einsatz:

  • Atme tief in den Bauch („in den Druck hinein atmen“).
  • Kiefer locker, Mund auf.
  • Drücke den Beckenboden aktiv aber sanft nach unten (so als würdest du den Urinstrahl beschleunigen wollen).

Vorsicht beim Magic Wand: Da er so intensiv ist, neigen wir dazu, gegen die Vibration anzuspannen. Wenn du merkst, dass der Höhepunkt kommt, nimm die Intensität minimal zurück oder bewege den Wand leicht kreisend, damit du dich traust, den Muskel lockerzulassen.
Wenn du über diese mentale Hürde springst und dem Druck nachgibst, passiert es. Oft in Wellen, oft schwallartig. Es ist ein Gefühl der totalen Befreiung.


Ein letztes Wort von Frau zu Frau

Bitte setz dich nicht unter Druck. Squirting ist kein „besserer“ Orgasmus, es ist einfach eine andere, intensive körperliche Reaktion. Wenn du es erzwingen willst, verkrampfst du nur.
Für Paare: Wenn du das mit deinem Partner übst, sag ihm vorher: „Wenn ich sage ‘Ich muss mal’, hör auf keinen Fall auf! Mach weiter und sag mir, dass es okay ist, loszulassen.“ Diese Erlaubnis von außen kann manchmal der Schlüssel sein, der das Schloss öffnet.
Hab Spaß beim Entdecken deines Körpers!
Alles Liebe, Deine Velvet-X Autorin
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Wenn du das automatisiert brauchst (Regex für Editor, CLI, Build-Step), sag Bescheid.

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